Bananen im Botanischen Garten
Bananenanbau auf La Palma
Die Ferien-Finca befindet sich inmitten weitläufiger Anbaugebiete der Gemeinde Tazacorte, dem kleinsten Bezirk auf La Palma mit der größten Bananenproduktion auf den Kanarischen Inseln. Dank seines günstigen Klimas – es ist die Gemeinde in Spanien mit den meisten Sonnenstunden pro Jahr - herrschen hier die besten Bedingungen zum Anbau der Früchte.
Nach ihrer Ankunft auf La Palma fallen den Urlaubsgästen meist sofort die zahlreichen Bananenplantagen auf, die das Landschaftsbild der Insel prägen - seien es Bananenstauden auf terrassierten Grundstücken hinter rohen Ziegelmauern oder unter den Plastikhüllen der dominierenden Gewächshäuser - das Projekt eines berühmten Verpackungskünstlers ?
Nun, nicht Christo Javajeff war auf La Palma verpackend aktiv, sondern die einheimischen Bananenbauern. Die nicht sehr tief wurzelnden Bananen-Stauden werden mit riesigen Planen und Mauern vor Wind und Stürmen geschützt. Durch die Treibhausatmosphäre in den Gewächshäusern werden Größe und Reifung der Bananen zugunsten von mehr und schnellerem Ertrag beeinflußt. Ästhetische Kriterien spielen da für die Bauern keine Rolle.
Im malerischen Ortsteil El Charco in Tazacorte wurde ein Bananen-Museum eingerichtet. Es erzählt mittels reichem Bildmaterial von der Geschichte der Bananenproduktion. Seit in der Mitte des 19.Jahrhunderts diese ertragreiche Kulturpflanze auf die Insel gebracht wurde und mehr Gewinn erwirtschaftet hat als Getreide, Zuckerrohr, Tabak und Wein, ist der Bananenanbau nach wie vor wichtigster Wirtschaftszweig auf La Palma.
Zur Produktion von einem Kilo Bananen sind mehrere hundert Liter Wasser notwendig. Dafür wurden kilometerlange Bewässerungssysteme mit offenen Kanälen gebaut, z.T.durch Felsen gehauen und Rohre verlegt. Sie leiten Regenwasser aus den Bergen hinunter zu den Plantagen. Die Bauern speichern ihr Wasser in riesigen runden Tanks oder Bassins. Die intensive Monokultur, die hier mit den Bananenanbau betrieben wird, führt aber selbst auf der grünen, wasserreichen Insel La Palma von Zeit zu Zeit zu Engpässen in der Bewässerung.
Wasserleitung im Barranco Wasserbecken in der Caldera Wasserkanal in den Bergen Da die Kosten für Wasser und Löhne auf La Palma teurer sind als in den mittelamerikanischen Anbaugebieten, wird die kanarische Bananenproduktion mit EU-Geldern subventioniert. Die Produktion der Bananen ist hauptsächlich für den Export bestimmt. Jährlich werden etwa 60.000 Tonnen Bananen von La Palma aus verschifft.
Die Bananenbauern sind Mitglieder in Cooperativen, die Verpackung und Vertrieb organisieren und sich in dessen Vorfeld um Bezahlung, Düngemittel, Schädlingsbekämpfung und Wasserprobleme kümmern.
Musa paradisiaca - aus der Familie der Musaceae
Bananen-Blüte Fruchtstand Bananen-StaudenBlüte und Frucht
Der Blüten-Stand ist stark gekrümmt und wächst nach unten. Er besteht aus einer langen Achse mit großen, rot-violetten Blütenblättern, den sogenannten Brakteen, die zuerst den Fruchtstand komplett einhüllen um ihn dann Stück für Stück freizugeben, in dem die Blätter langsam aufrollen. Sind die Blätter ganz abgefallen, beginnt man mit der Beschneidung der Blüten. Sie werden mit den Fingerspitzen oder einem Messer entfernt. Aus ihnen entwickeln sich mehrere Reihen mit Bananen, die in die Höhe Richtung Sonne wachsen. Der fertig ausgewachsene Fruchtstand braucht bis zur Reife 6 Monate. In dieser Zeit erzielt die Bananen-Sorte, die auf La Palma angepflanzt wird, bis zu 300 Bananen aus einem Fruchtstand. Wenn man die Fruchtstände in Plastiksäcke packt, zubindet und so ein künstliches Gewächshausklima erzeugt, werden die Früchte größer und beim Verkauf höher bewertet. Das Durchschnittsgewicht dieser Bananen liegt bei ca.50kg. Ein Fruchtstand aus einem Gewächshaus in Fuencaliente erreichte das Rekordgewicht von 124kg.












